29.12.2016 – Salisbury Plain

Nachdem wir bereits gestern Abend vor Salisbury Plain den Anker geworfen hatten, ging es am nächsten Morgen bei starkem Schwell mit den Zodiacs in der Bay of Isles an Land.

Das Wetter bei der Anlandung war mit leichtem Graupel leider nicht das Schönste. Gleich nach der Anlandung musste erstmal ein Weg durch die am Strand herumliegenden Pelzrobben und Seeelefanten gefunden werden. Immer wieder süss, sind auch die kleinen Robben in allen Grössen.

Auf Salisbury Plain befindet sich die zweitgrösste Pinguinkolonie mit ca. 60000 Brutpaaren Königspinguinen. Mit den dazugehörigen Brutpaaren lag eine beeindruckende Szenerie vor uns.

Während der Mauser sind teilweise bis zu 250000 weitere Tiere an Land.

Nach der Rückkehr des letzten Zodiacs von Land, ging es weiter Richtung Fortuna Bay. Diese erreichten wir gegen 14:00 Uhr. Das Wetter bei der Anlandung war mit Graupelschauern durchsetzt. Aber die Anlandung ging trotzdem bei leichtem Schwell gut vonstatten.

Nachdem obligatorischen Wegbahnen durch die am Strand rumliegenden Pelzrobben ging es dann weiter zur Kolonie der Königspinguine. Auch hier gab es wieder ein paar halbstarke Pelzrobben, die ihre Kraft mit Touristen messen wollten.

Die Pinguinkolonie im Landesinneren ist bevölkert von Königspinguinen und Jungpinguinen in der Mauser. Die Mauser ist für die Pinguine eine anstrengende Angelegenheit. Aber danach sind sie ihr braunes «Mobb»-Kleid los und strahlen in schwarz und weiss mit einem Touch gelb, genauso wie ihre Eltern. Dabei stehen die «Kids» oft in Haufen, den sogenannten Kindergärten, zusammen. So sind sie auch besser gegen die lauernden Raubmöwen geschützt. Der Anblick der Menge an Pinguinen in allen Phasen der Mauser ist überwältigend und lässt sich kaum beschreiben.

Aber auch hier ging die Zeit irgendwann rum und wir mussten zurück zum Schiff. Dieses setzte dann seine Fahrt mit uns in Richtung Südliche Orkney Inseln fort. Unser Ziel ist die argentinische Forschungsstation «Base Orcadas». Diese soll am 31.12.2016 nach 538 nm / 996 km erreicht werden.

Während der Veranstaltung „Wissen vor Sieben“ gab es noch eine kleine Versteigerung von Souvenirs zu Gunsten des „Antarctic Heritage Trust“.

Wir verlassen also Südgeorgien. Bye bye.

Euer Björn

 

bjoern

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